Der Erfolgreiche und der Erfolglose. Ein plakativer Vergleich

 

Der Erfolgreiche übernimmt die Verantwortung für seine Situation und sein Handeln.

Der Erfolgslose verteilt Schuld an andere wegen seiner Situation und deren Handeln.

 

Der Erfolgreiche weiß, dass er der Verursacher seiner Lage ist.

Der Erfolgslose hält sich für das Opfer seiner Lage.

 

Der Erfolgreiche hat ein klar definiertes Ziel, das er unbeirrt verfolgt.

Der Erfolglose hat viele einander widersprechende Wunschvorstellungen, die er abwechselnd verfolgt.

 

Der Erfolgreiche weiß genau, was er will.

Der Erfolglose weiß genau, was er nicht will.

 

Deshalb visualisiert der Erfolgreiche seine Ziele häufig und intensiv,

während der Erfolgslose seine Angst Übermacht gewinnen lässt.

 

Der Erfolgreiche hat beruhigende Vorstellungen von seinen guten Eigenschaften und vertraut darauf.

Der Erfolglose hat beängstigende Vorstellungen von seinen Unzulänglichkeiten und wird davon überwältigt.

 

Der Erfolglose glaubt an sich.

Der Erfolglose glaubt an andere.

 

Der Erfolgreiche verteidigt andere, weil er in sich ruht und deshalb stark ist.

Der Erfolglose verteidigt sich, weil es nicht in sich ruht und durch die Verteidigung Stärke vortäuschen kann.

 

Der Erfolgreiche weiß, dass er eine Situation selbst bewerten kann. Das ist für ihn eine Gelegenheit zur Selbstbestimmung, die er mit konkreten und realitätsbezogenen Visionen und Freude zu seiner individuellen Freiheit entwickelt.

Der Erfolglose richtet sich nach der Bewertung anderer. Das ist für ihn ein geistiges Gefängnis, das er mit unkritischem Glauben und Illusionen schmückt.

 

Der Erfolgreiche sucht die Herausforderung, weil sie ihn fördert.

Der Erfolglose flieht vor der Anforderung, weil er sich überfordert fühlt.

 

Der Erfolgreiche weiß, dass in einem Chaos alle Möglichkeiten enthalten sind.

Der Erfolglose sieht vor lauter Chaos keine Möglichkeiten.

 

Der Erfolgreiche weiß, dass er etwas verändern muss, wenn etwas Neues geschehen soll. Also sucht er aktiv nach immer besseren Möglichkeiten und ist offen für neue Ideen.

Der Erfolglose sieht in jeder Veränderung eine Bedrohung der Gewohnheiten. Deshalb geht er Neuerungen mit vielen Argumenten aus dem Weg.

 

Der Erfolgreiche ist ein Vordenker.

Der Erfolglose ist ein Bedenkenträger.

 

Der Erfolgreiche denkt direkt auf die Krise zu und erlebt sie als Herausforderung.

Der Erfolglose läuft vor der Krise davon, weil sie eine Gefahr für ihn darstellt.

 

Deshalb meistert der Erfolgreiche die Krise und ist der Gewinner,

während der Erfolglose von der Krise eingeholt wird und sie ihn als Verlierer hinterlässt.

 

Der Erfolgreiche sieht auf der Bergwiese die herrlich duftenden Blumen und das saftige Gras und ist dankbar für das Geschenk.

Der Erfolglose riecht die stinkenden Kuhfladen, wehrt die lästigen Mücken ab und beklagt sich über die Zumutung.

 

Der Erfolgreiche steht morgens fröhlich auf, weil es Neues zu entdecken und zu bewältigen gibt.

Der Erfolglose verkriecht sich lieber unter der Bettdecke, damit der Tag ihn ja nicht findet und fordert.

 

Der Erfolgreiche trennt Wesentliches von Unwesentlichem und geht deshalb gerade Wege. Er kann sich Umwege leisten, weil er sein Ziel kennt.

Der Erfolglose kann sich nie entscheiden und läuft deshalb ein Zick-Zack oder im Kreis. Er merkt nicht, dass er Umwege macht, weil er sein Ziel nicht kennt.

 

Der Erfolgreiche trifft klare Entscheidungen und ist ein Meister im Weglassen von Unwichtigem.

Der Erfolglose trifft keine Entscheidungen und ist ein Meister im Sammeln von Argumenten, warum etwas nicht geht.

 

Der Erfolgreiche setzt sich nur für das Wesentliche ein,

während der Erfolglose nicht erkennt, was für ihn wesentlich ist.

 

Der Erfolgreiche ist konstruktiv, besonders in Krisen. Für ihn ist das ganze Leben eine einzige große Chance.

Der Erfolglose ist destruktiv, besonders in Krisen. Für ihn ist das ganze Leben eine einzige große Gefahr.

 

Der Erfolgreiche sagt: „Ja, ich finde den Weg, und wenn ich ihn machen muss!“

Der Erfolglose widerspricht: „Nein, das geht nicht, weil es gar keinen Weg gibt!“ oder „Das haben wir noch nie so gemacht!“ oder „Bei uns funktioniert das nicht!“

Wenn der Wind der Veränderung weht, baut der Erfolgreiche Windmühlen, der Erfolglose Schutzmauern.

Der Erfolgreiche liebt Menschen und sucht echte Begegnungen. Er freut sich, wenn er als erfolgreich erkannt wird.

Der Erfolglose meidet Menschen oder bleibt bei vielen Kontakten an der Oberfläche, um echte Begegnungen zu vermeiden. Er hat Angst, als erfolglos erkannt zu werden.

 

Der Erfolgreiche sieht in seinen Mitmenschen Möglichkeiten der Freude und des Vertrauens, während der Erfolglose Mitmenschen als Quelle der Ärgers und Misstrauens erlebt.

 

Der Erfolgreiche diskutiert konstruktiv, wenn Probleme zu lösen sind, weil er wieder eine Gelegenheit zur Verbesserung ahnt.

Der Erfolglose bleibt destruktiv und nörgelt, wenn er Probleme lösen soll, weil er schon wieder eine Niederlage befürchtet.

 

Der Erfolgreiche bekennt sich zu seinen Fehlern sofort, weil er zu sich steht.

Der Erfolglose versucht, seine Fehler zu vertuschen, weil er nicht zu sich stehen kann.

 

Der Erfolgreiche analysiert seine Fehler und Misserfolge genau und lernt daraus.

Der Erfolglose ist auf seine Fehler fixiert, kann sie also nicht analysieren und macht sie deshalb wieder.

 

Der Erfolgreiche verbessert kontinuierlich seine Ausbildung.

Der Erfolglose beklagt sich über seine schlechte Ausbildung.

 

Der Erfolgreiche bekennt sich zu seinen Misserfolgen und holt sich selbst aus dem Tief heraus.

Der Erfolglose gibt den anderen die Schuld an seinem Misserfolg und verlangt, dass sie ihn aus seinem Tief herausholen.

 

Der Erfolgreiche weiß, dass in jeder Kritik positive Aspekte enthalten sind. Er kritisiert deshalb bewusst konstruktiv und nützt die positiven Aspekte, wenn er kritisiert wird.

Der Erfolglose sieht in jeder Kritik nur Negatives und verträgt deshalb keine Kritik. Er kritisiert andere destruktiv, weil er nur die negativen Aspekte kennt.

 

Der Erfolgreiche liebt die Wahrheit, auch wenn sie unangenehm ist.

Der Erfolglose sieht nur seine Wahrheit, und die ist immer unangenehm.

 

Der Erfolgreiche kann ein Lob aufrichtig annehmen, weil er weiß, dass er etwas dazu beigetragen hat. Er sagt: „Danke!“

Der Erfolglose sehnt sich sehr nach Lob und programmiert seine Frustration selbst mit dem Satz: „Ich bin nicht wert gelobt zu werden!“ Er kann deshalb ein Lob nicht annehmen.

 

Der Erfolgreiche vergleicht sich oft mit anderen, um seinen eigenen Maßstab in sich zu finden und zu prägen.

Der Erfolglose vergleicht oft, um viele Maßstäbe bei anderen zu finden und in sich zu prägen, auch wenn sie einander widersprechen.

 

Der Erfolgreiche schafft Leitlinien und führt.

Der Erfolglose sucht Leitlinien und folgt.

 

Der Erfolgreiche macht sich immer wieder lebhaft die Vorteile seines Ziels klar und gewinnt daraus Kraft spendende Motivation.

Der Erfolglose schreckt vor vielen Hindernissen zurück, die er auf dem Weg vor sich sieht. Weil er kein klares Ziel hat und keine Fehler machen will, bleibt er lieber stehen oder läuft hektisch in dem vertrauten Kreis herum. Er verliert so die Motivation für neue Wege und im fortgeschrittenen Stadium auch für den gewohnten Weg.

 

Der Erfolgreiche umgibt sich mit Erfolgreichen, tauscht neue Ideen aus und führt neue Aktivitäten aus.

Der Erfolglose umgibt sich mit Erfolglosen und tauscht Argumente aus, warum es wieder einmal nicht geklappt hat. Daraus können keine guten Aktivitäten entstehen.

 

Der Erfolgreiche hat diesen Aufsatz mit Begeisterung gelesen und wieder neue Bestätigung und Ansporn erfahren für sein Verhalten,

während der Erfolglose dabei immer deprimierter oder aggressiver geworden ist und sich in einem Teufelskreis bestätigt fühlt. Er hat sehr wahrscheinlich nicht bisher gelesen.

 

 

Copyright Dr. Dietrich Weller

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